Berlin Career College
Masterstudiengang Leadership in digitaler Kommunikation
Ziw18 Dsf3427
Fr. 22. Mär.. 17.00 Uhr

Design-Strategien zur Erhaltung der Zukunft

Termin-Details

Prof. Dr. Christof Breidenich lädt am 22. März um 17 Uhr zu einer ungewöhnlichen Präsentation der Abschlussarbeiten von Studierenden des LDK-Moduls Gestaltung I in die Denkerei / Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen ein (Oranienplatz 2, 10999 Berlin). Der US-amerikanische Sozialwissenschaftler Herbert Simon definierte Gestaltungsprozesse, die sich auf die Zukunft beziehen, als Notwendigkeit bestehende Situationen in gewünschte Situationen zu transformieren. So unkünstlerisch und banal dieses Diktum auch klingt, so groß sind die Herausforderungen für die Strategie von Innovation in Unternehmen, bei Marken und in Organisationen. Wie gestalten wir die Zukunft, unter der Bedingung mit den Folgen unseres Tuns dauerhaft leben zu können? Die Studierenden stellen Ihre Zukunftsvisionen in Speed Präsentationen von wenigen Minuten vor. Eine Jury bestehend aus Alumni des Studiengangs evaluieren die Performances und verleihen der besten Arbeit einen Überraschungspreis. Außerdem wird Herr Prof. Dr. Friesike mit einer Speedpräsentation dabei sein. Er nahm am 15. Februar die neue Professur „Designing Digital Innovation“ im Masterstudiengang LDK auf.

Kernfragen:

  • Was tun wir und wie gehen wir vor, wenn wir Innovation gestalten wollen?
  • Welche Gewichtung der Anteile von logischem und latenten Wissens und Denkens sollten Führungskräfte in Unternehmens- oder Teamprozessen zulassen?
  • Welchen Anteil hat das Spekulative an der Lösung und der Auffindung von reellen Problemen?
  • Welchen Wert hat der Blick in die Zukunft unter der Fragestellung „Was wäre wenn...“?

Bei dem Gedanken an „Design“ ist meistens die Gestaltung von Produkten, Marken, Kommunikation, Information oder Interfaces in analogen oder digitalen Lebenswirklichkeiten gemeint. Zunehmend gerät jedoch die Beziehung der Menschen als Nutzer dieser gestalteten Umgebungen – und damit deren Erfahrung, Zufriedenheit und das Vertrauen gegenüber den Artefakten – in den Fokus des designerischen Handelns und Denkens. Der Einzug des Sozialen und des Politischen als Kontextfaktor für Gestaltungsprobleme führt nicht nur zur Frage der Problemlösung, sondern ebenso zu deren Auffindung und Erkennung.

Die Geschichte des Kommunikations- und Mediendesigns oszilliert nicht selten zwischen den Polen Design und Kunst hin und her und katalysiert sich in phantasievollen Labels wie radical design, antidesign, futurescaping oder speculative design. Allen gemeinsam ist die Ausrichtung auf eine prinzipiell unbekannte Zukunft, die jedem Innovationsprozess die Stirn bietet. Die Kraft des Spekulativen, des Unvorhersehbaren und des Irrationalen ist sowohl methodisch (Design Thinking Ansatz) als auch theoretisch und praktisch ein probater Ansatz für strategische Innovation in unternehmerischen, organisatorischen und allgemein in gesellschaftlichen Konfigurationen. Das Üben und Testen im Umgang mit Unsicherheit und Unvorhersagbarkeit ist sowohl im Denken als auch im Praktizieren Leitprogrammatik und Ziel der Veranstaltung in der Denkerei.

Anmeldung erbeten: neubert@udk-berlin.de


Weitere Termine