Berlin Career College
Masterstudiengang Leadership in digitaler Kommunikation
Leadership I

L1 | Leadership I

Modulbeschreibung
L1

Im Modul Leadership I sollen Führungsfelder und -methoden kennengelernt, reflektiert und eigene Führungsfähigkeiten im Seminarkontext ausgebaut werden, die eine bodenständige Berufsanforderung abbilden.
Leadership I geht insbesondere auf Spannungsfelder dieser Führungsansätze ein und vermittelt theoretisches und praxisbezogenes Wissen sowie Methoden über Kommunikationsanforderungen und -aufgaben in der Führung von Mitarbeitern und Unternehmen. Es geht um die Gestaltung von Strategien und deren Anforderungen/Ausprägungen im digitalen Markt und nicht zuletzt um Führungsmaßstäbe und -haltungen als Grundlagen wirtschaftlichen Handelns.
Das Studium von Führungskompetenzen setzt auf praktische Selbsterprobung der Studierenden im Seminarkontext. Organisationale wie inhaltliche Selbstführung, Themenführung oder Teamarbeit werden beispielhaft als Konflikt-Chancen und -Risiken reflektiert.

Zentrale Fragestellungen:

  • Was ist Leadership und welchen Zusammenhang gibt es zu Strategien, Führungskonzepten sowie Informations- und Kommunikationsverhalten?
  • Was bedeuten Strategie, Kommunikation und Werthaftigkeit in einer dynamischen Umwelt und bei der relativ knappen Vorhaltezeit von Wissen und Informationen?
  • Können und sollen Verhaltens-und Kommunikationsprozesse initiiert und gesteuert werden? Und wenn ja: wie?
  • Wie lässt sich Kommunikation als Führungsaufgabe in der Praxis erfolgreich umsetzen?
  • Ist Führung per se ein Wert oder gibt es übergeordnete ethische Regeln, die grundlegender Bestandteil eines Führungssystems sein sollten?

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Modulziele

Die Studierenden kennen nach Abschluss des Moduls die Entwicklung und Bedeutung von tradierten und zeitgenössischen Gesetzmäßigkeiten für strategische Managemententscheidungen. Sie wissen, was Strategie im permanenten technologischen Wandel bedeutet und wie sie in im Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik schlüssig entwickelt werden kann. Die Studierenden kennen wirtschaftsethische Fragen aus Unternehmenssicht, können diese in die Strategie von Geschäftsmodellen sowie Produktentwicklungen integrieren und ethische Fragen im Alltag von Mitarbeitern wirksam einbetten. Die Studierenden wissen um das Thema Kommunikation als Führungsaufgabe, kennen auch hier die Konsequenzen der Digitalisierung und können Methoden und Instrumente auf ihre eigene Führungspraxis übertragen. Sie können Konflikte erkennen und gezielt lösen.

Gewichtung der Prüfungsleistung

Die Prüfungsleistung besteht aus einer Portfolioprüfung:
Recherche, Klausur und/oder Präsentation und Ausarbeitung (Projektdokumentation oder Hausarbeit) von Arbeitsergebnissen. Die Gewichtung der Prüfungsleistung wird am ersten Kontakttag bekanntgegeben.

Kommentare
daenzler

Prof. Dr. Stefanie Dänzler


Führung und Strategie

Das Thema "Unternehmensführung und Unternehmensstrategie" adressiert die Frage, wie sich strategisches Denken und Handeln im Zuge des "The Second Machine Age" für Unternehmen und Führungspersonen verändert. Die Technologie rast und als Folge der Digitalisierung verändern sich nicht nur die Volkswirtschaften der Welt, sondern auch die betriebswirtschaftlichen und strategischen Herausforderungen für Unternehmen. Es gilt, diese Entwicklung und deren Zusammenhänge als Führungskraft zu verstehen und das Unternehmen auf die zukünftigen Chancen und Risiken vorzubereiten.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die agile Führung von Unternehmen als strategische Marken. Die Autoren Eric Brynjolfsson und Andrew McAfee legen mit Ihrem Werk "The Second Machine Age" den Grundstein für unser Seminar und geben uns Einblicke in eine Welt, in der sich die Information vom Medium trennt und sich die wirtschaftlichen Zusammenhänge verändern. Daten und deren Algorithmen rücken immer stärker in den Fokus von strategischen Entscheidungen und beeinflussen den Umgang mit Informationen im Unternehmen. Das Werk von Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier, "Big Data", liefert hierzu eine perfekte Ergänzung.

"The Digitization of just about everything" verändert die Unternehmensstrategie und führt zu agilen Managementmethoden. Der agile Management-Kreislauf Build-Learn-and-Test steht hierbei im Mittelpunkt und soll den Teilnehmern neue Handlungsempfehlungen erschließen.

Detlev Trapp polaroid

Detlev Trapp


Kommunikation als Führungsaufgabe

Im Zentrum des Moduls steht die Frage, wie die Herausforderungen unserer Zeit die Anforderung an die Führungsfunktion verändern und welche Schlüsselrolle dabei der Kommunikation zukommt.
Unser persönlicher Bezugsrahmen bestimmt unser individuelles Bild von Führung, unsere Wahrnehmung und Kommunikation. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Führung und der eigenen Führungsrolle setzt daher bei einer Klärung der Konzepte sowie der individuellen mentalen Modelle an.

Tradierte Führungsansätze, die auf klassischen Mustern und Grundannahmen basieren, verlieren aktuell in vielen Organisationskontexten ihre Wirkung, weil sich deren Aufbau- und Steuerungslogik verändern. Unterstützt wird diese Transformation durch die steigende Nutzung von Social-Media-Plattformen innerhalb und außerhalb von Organisationen. Flache Hierarchien, virtuelle Zusammenarbeit, neue Arbeitswelten und innovative Formen der Zusammenarbeit erfordern ein Umdenken in Bezug auf Führung. Neue postheroische Führungsparadigmen setzen einen anderen Umgang mit Kommunikation als Führungsaufgabe voraus und erfordern gleichzeitig eine Lösung von traditionellen Erfolgsmustern der Führung.

  • Welche individuellen Vorstellungen und Konzepte werden mit Führung verbunden?
  • Wie verändern sich die Anforderungen an die Führungsfunktion heute?
  • Wie hängen Führung und Personalentwicklung zusammen?
  • Über welche Instrumente und Ansätze kann die Führungskraft heute Kommunikation und Zusammenarbeit wirkungsvoll gestalten?
  • Welche Kompetenzen werden in dem Zusammenhang wichtiger?
marschall

Thomas Marschall


Ethik und Werte der Führung

Aktuelle gesellschaftliche Megatrends wie "Verantwortung leben" und "Nachhaltigkeit" hinterlassen zunehmend ihre Spuren in Organisationen und Unternehmen. Vor diesem Hintergrund gewinnen wirtschaftsethische Fragestellungen an Relevanz.
In der digitalen Kommunikation kann dies besonders deutlich werden: Neben den klassischen Fragen nach Persönlichkeitsrechten und Datenschutz geht es auch um die Transparenz dessen, was jeder Nutzer bewusst entscheiden kann – oder eben nicht, beispielsweise mit Blick auf die Suchalgorithmen und vom Nutzer abgeleitete Suchfilter.

Die Veranstaltung eröffnet den Teilnehmern die Chance zu verstehen, wie ethische Zielkonflikte in strategischen und täglichen Entscheidungen erkannt werden und wie mithilfe von Blickwinkeln diese Konflikte als Lösungstreiber genutzt werden können. Abseits von eindimensionalen Instrumenten wie einem Code of Conduct sind wirtschaftsethische Fragen aus Sicht eines Unternehmens für Strategie, Geschäftsmodell und Produktentwicklung essentiell – und sie sind Basis einer wirksamen Führung. Wir richten das Augenmerk auch darauf, wie diese ethischen Fragen im Alltag von Mitarbeitern wirksam eingebettet werden können. Dazu werden einerseits grundlegende Ansätze und Fragestellungen der integrativen Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich behandelt. Andererseits werden wir mit dem Dilemma-Spiel arbeiten – und dabei sowohl vorgegebene Fälle durchspielen als auch konkrete eigene Fälle aus dem Alltag entwickeln und so sehr praxisnah ethische Fragestellungen erfahren und bearbeiten.

Schließlich werden wir ergänzend das Wertemanagement-System nach Prof. Wieland kennenlernen – es ermöglicht eine organisationale Absicherung ethischen Entscheidungsmanagements in Unternehmen.

RKiehn

Roger Kihn

Konfliktmanagement

Wie im alltäglichen Zusammenleben treffen auch bei der Zusammenarbeit im Unternehmen Menschen mit ganz verschiedenen Ansichten, Gewohnheiten und Wertvorstellungen aufeinander. Starke Emotionen und Denkblockaden können dabei in vielen Situationen konstruktive Lösungen verhindern. Dieser Block vermittelt an modellhaften Beispielen einen bewussten und konstruktiven Umgang mit Konflikten und Konfliktpotenzialen.

  • Wie steht es um meine innere Einstellung zu Konflikten und welche Strategien nutze ich, um sie zu lösen?
  • Welche Kommunikationsmodelle helfen Konflikten vorzubeugen und welche helfen, wenn es "geknallt" hat?
  • Wie können rationale und emotionale Intelligenz vorhandene Verhaltensmöglichkeiten erweitern?

Werfen Sie einen Blick über den Tellerrand

Master: Leadership in digitaler Kommunikation

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