Berlin Career College
Masterstudiengang Leadership in digitaler Kommunikation
Leadership in Digitaler Kommunikation

L2 | Leadership II

Modulbeschreibung
L2

Zusammenhänge herstellen, Themen erkennen und Führungskompetenzen steigern: Führung findet im Unternehmen und für das Unternehmen auch über seine Grenzen hinaus statt. Auf der Grundlage des Studiums aller Module werden Führungsfähigkeiten erlernt, erprobt und reflektiert, um Schnittmengen zu erkennen und zu bedienen.

Auf welchen Ebenen muss man als Führungskraft kommunikationsfähig sein und wie leistet man das? Welche gesellschaftliche Verantwortung trägt eine Führungskraft für ein Unternehmen? Welche interdisziplinären Verantwortungsfelder zeichnen sich – insbesondere bedingt durch den digitalen Wandel – für die Zukunft ab, deren Bedeutung frühzeitig erkannt und deren Präventionen gestaltet werden müssen?
Wie erkennt man Innovationsnotwendigkeiten und wie ermöglicht man Innovationsfähigkeiten? Wie entwickelt und erhält man Zukunftsorientierung in Arbeitsteams? Wie funktionieren Machtmechanismen und wozu sind sie gut? Welche Potenziale und Herausforderungen birgt eine Virtualisierung der Zusammenarbeit und wann ist man als virtueller Leader erfolgreich? Was bedeuten arbeitsrechtliche Aspekte und wie kann man sie produktiv nutzen? Wie nutzt eine Führungskraft arbeitsrechtliche Grundsätze und gestaltet klare Verträge?

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Modulziele

Kenntnisse im Bereich Leadership ermöglichen es, die Hintergründe eigener Führungserfolge nachzuvollziehen und Impulse in die eigene Führungstätigkeit zu integrieren. Die praxisnahe Ausrichtung hat den Anspruch, auf komplexe Führungsaufgaben in kleinen und großen Unternehmen einzugehen. Die Studierenden kennen nach Abschluss des Moduls die besonderen Anforderungen an Führung angesichts der Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft. Sie kennen Anforderungen zur Wahrnehmung tradierter wie zukunftsrelevanter Verantwortung von und für Unternehmen und Strategieentwicklungen im Umgang mit ihnen, können Wissensanforderungen systematisch im Unternehmen erkennen und gezielt entwickeln. Sie können Ideen systematisch und qualitätssichernd generieren und das Führungspotenzial von Innovationen im eigenen Unternehmen erkennen und aktiv entwickeln. Die Studierenden können Verantwortung im Personal- und Vertragswesen übernehmen, kennen allgemeine Vertragsgrundsätze und wissen diese für die Praxis einzuschätzen. Sie kennen die zentralen Herausforderungen an virtuelle Leader sowie die virtuelle Zusammenarbeit in Organisationen und können diese selbständig gestalten. Sie können Organisationen in die Lage versetzen effektiver zu handeln, schneller zu lernen und sich leichter zu verändern und wissen, welche Einflusstaktiken in Organisationen eingesetzt werden können und wie diese wirken.

Gewichtung der Prüfungsleistung

Die Prüfungsleistung besteht aus einer Portfolioprüfung:
Recherche, Klausur und/oder Präsentation und Ausarbeitung (Projektdokumentation oder Hausarbeit) von Arbeitsergebnissen. Die Gewichtung der Prüfungsleistung wird am ersten Kontakttag bekannt gegeben.

Kommentare
fischer
marschall

Prof. Dr. Sabine Fischer und Thomas Marschall


Führen und Verantwortung

Führung ist Verantwortung. In Leadership II sollen aufbauend auf Leadership I Verantwortungsbereiche der Führung zum Tragen kommen, die zum Teil noch sehr jung sind und deren Ausgestaltung Teil der Aufgabengebiete sein kann, die als gegeben vorausgesetzt werden und gerade deswegen frischer Betrachtung bedürfen, oder die selbstverständlich in den Arbeitsalltag integriert, aber deren Potenziale noch lange nicht ausgereizt sind. 






  • vorausschauende Erkenntnisfähigkeit erproben und festigen (z. B. Wandel erkennen und strategisch verorten),
  • aktuelle Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft erkennen, bewerten und bedienen (z. B. unternehmerische Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt),
  • übergreifende Basiskompetenzen aufarbeiten und methodisch reflektieren (z. B. deklaratives Wissen semantisch optimieren, Abstraktionsvermögen für eine verständliche, zielorientierte Kommunikation steigern),
  • scheinbar alltäglichen Fähigkeiten adäquate Bedeutung im Führungskanon verleihen (z. B. Debattierfähigkeit oder Agendasetting).
fischer

Prof. Dr. Sabine Fischer


Information-Obesity – Meaning is the Message

Information-Obesity ist ein Schlagwort, mit dem Andrew Whitworth eine Situation und ihre Bedrohung für die Gesellschaft beschreibt: zu viel Information. Die Bedeutung des Informationszeitalters lag zunächst darin, einen Zugang zu ihr zu haben. Doch nun droht uns der Zugang als Masse zu überrollen, denn Information ist per se noch kein Wissen. Information ist nicht Kognition, Reflektion oder Bedeutung.
Mit welchen wissenschaftlichen und praktischen Arbeitsfeldern müssen wir uns auseinandersetzen, um Wissen aus der Masse zu generieren und die Bedeutungsgehalte so zu vermitteln, dass wir unseren Absichten gerecht werden? Welche wirtschaftlichen, bildungsrelevanten, gesellschaftlichen oder politischen Chancen liegen in der Masse? Was kann die digitale Welt hier wirklich leisten und welche Verantwortung haben wir im Umgang mit intelligenten Maschinen?

marschall

Thomas Marschall


Corporate Social Responsibility

Inhalte: Grundlagenverständnis, strategische Verortung in Unternehmen, Potentiale von Corporate Social Responsibility, Wertschöpfung, Kommunikation, Cases. Engagement (Corporate Social Responsibility) zeigen viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter, aber weder die Chancen der Kapitalisierung ihrer Aktivitäten werden optimal ausgeschöpft noch werden die eigenen Aktivitäten und die Haltung dazu wirkungsvoll kommuniziert. 
Im Seminar wollen wir die Fragen diskutieren, deren Antworten einen glaubwürdigen Umgang mit Corporate Social Responsibility im Unternehmen ermöglichen: Was sind die Maßnahmen, wo liegen die Erfolgsfaktoren, was sind die Risiken, was bedeutet Kapitalisierung durch Corporate Citizenship, welche Risiken und Chancen liegen in der Kommunikation etc.?

PROF ANDREAS MACK 2014

Prof. Andreas Mack


Führungspotenzial von Innovationen





  • Einführung Innovationsprozess: Inspiration, Invention, Innovation, Diffusion
  • Abgrenzung/Begriffe: Market Pull und Technology Push, Struktur- und Prozessinnovationen, Innovationen in Gesellschaft und Politik
  • strategische Voraussetzungen für Innovationen: Wachstums-, Strategie-, Kunden-, Kompetenz-, Technologieorientierung
  • relevante wissenschaftliche Ansätze: organisationaler Wandel, Design Thinking, Pfadtheorie, Absorptive Capacity, Disruptive Innovation
  • methodische Ansätze: Szenario-Technik, Innovationsroadmapping, Innovations-Audit, Bionik/Biomimetik, Synektik usw.
  • Praxis: Innovationsnetzwerke
  • Exkurs: Akzeptanz von Innovationen
  • Ausblick: Innovationsfelder der Zukunft – Erlebniswelten als Innovationskontext
fischer

Prof. Dr. Sabine Fischer


Idea-Design

"Information ist nur, was verstanden wird." (Carl Friedrich von Weizsäcker)

Ideen, ob spontan oder als Ergebnis eines Innovationsprozesses, bezeichnen wir nur als Idee, wenn wir sie verstanden haben. Ideen gehen unter und verloren, wenn sie nicht verstanden werden, wenn ihre Bedeutung für ein Unternehmen und seine Zielgruppen nicht klar ist. Ideen werden abgelehnt, wenn zu ihrem Verstehen vertiefte Kenntnisse nötig sind. Scheinbar großartige Ideen werden von Arbeit- oder Auftraggebern nicht weiter verfolgt, wenn sie für das Unternehmen nicht nachvollziehbare Probleme lösen.
Was braucht also eine Idee, um den sogenannten Elevator-Pitch zu bestehen, um in kürzester Zeit ihre volle Wirkung zu entfalten? Was macht eine Idee aus? Diese Frage ist bislang weder gestellt noch beantwortet worden.

Die Entschlüsselung der DNA von Ideen offenbart uns ihre Bausubstanz. Damit ist das Rätsel großartiger Ideen um ihre Originalität nicht gelöst – aber das Rätsel ihrer Beschaffenheit: um Ideen schneller, pointierter und erfolgreicher in den Markt, in die Forschung, an die Frau oder den Mann zu bringen.
Wir setzten uns mit methodischen Ansätzen zur verständlichen Gestaltung von Ideen und ihrer Qualitätssicherung im Umsetzungsprozess auseinander.

hohls

Rechtsanwältin Astrid Hohls


Führen und Recht

Wer führen will, braucht Rechtskenntnisse. Führung bedeutet auch, Personalverantwortung zu übernehmen. Dazu zählt, schon bei Vertragsanbahnung klare Vorgaben zu machen, bei Vertragsschluss die eigenen Interessen und die Aufgaben des Mitarbeiters verbindlich und rechtsgültig zu fassen. Gute Verträge und erfolgreiche Arbeitsverhältnisse setzen Kenntnisse über Arbeitnehmer-/Arbeitgeberrechte und -pflichten voraus, flankiert durch Kenntnisse über sonstige gesetzliche Rechte und Pflichten.
Die praktische Relevanz der behandelten Themen wird durch den Besuch beim Arbeitsgericht deutlich. Dort werden einzelne zuvor theoretisch besprochene Themen vertieft. Auch wird der Ablauf arbeitsgerichtlicher Verfahren klar.
Durch die erworbenen Kenntnisse lässt sich so manches arbeitsrechtliche Problem im Vorfeld klären bzw. eine Eskalation durch positive Führungsstärke vermeiden.





  • arbeitsrechtliche Vertragsanbahnung: klare Vorgaben, Zielklärung
  • bei Vertragsschluss: eigene Interessen und Aufgaben eines Mitarbeiters verbindlich und rechtsgültig fassen
  • Vertragsdurchführung und Beendigung: arbeitsrechtliche Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien
  • Arbeitsgerichtsbesuch: praktische Relevanz durch Besuch beim Arbeitsgericht Berlin, Ablauf verschiedener arbeitsgerichtlicher Verfahren
  • Vertragsrecht allgemein: Internetverträge und allgemeine Grundsätze des Zivilrechts, Haftungsfragen, ausgewählte Erfüllungsansprüche
  • Internetrecht: neben arbeitsrechtlichen Themen gibt es zeitlich bedingt einen reinen Überblick zu den sogenannten Internetverträgen

Zentrale Fragen wie: "Folgen Internetverträge den allgemeinen Grundsätzen des Zivilrechts?", oder: "Welche Besonderheiten gelten und wie sichern sich Vertragsparteien in Haftungsfragen ab?", und: "Welche gegenseitigen Erfüllungsansprüche bestehen?", werden an ausgewählten Beispielen erörtert.

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